Du und dein Schreibtisch (VII)

In unserer Kolumne stellen User ihre Schreibtische und die Geschichten dahinter vor. Heute mit dabei: ein ehemaliger Arbeitsplatz für Prostiuierte und Konfetti.
juri-gottschall

glitzerkugel

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Illustration: Julia Schubert


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Petra, 29, kurz davor einen neuen Job in Mali anzunehmen

Ich wohne in einem der wenigen Hochhäuser Münchens. Früher dienten die kleinen Appartements hier als Arbeitsplätze für Prostituierte heute sind sie einfach nur praktisch und effizient. Der Platz ist zwar begrenzt, aber dafür habe ich einen tollen Blick über die Stadt. Einen richtigen Schreibtisch habe ich allerdings nicht  mein Computer wird immer nur bei Bedarf auf der Fensterbank aufgebaut. Dann sehe ich die ganzen Pflanzen auf meinem Balkon, die mir ein Freund hier gelassen hat, als er weggezogen ist. Eigentlich sollte ich mich darum kümmern, leider gehen sie aber nach und nach ein. Ich habe einfach kein Händchen für so etwas. Jetzt ziehe ich bald selbst hier aus dann kann sich jemand anders darum kümmern.

Bei jetzt.de habe ich mich vor zwei Jahren angemeldet als ich nach München gezogen bin. Damals wollte ich vor allem Leute in der Stadt kennenlernen. Das hat auch sehr gut geklappt! Als Mitglied der Schnitzelgruppe gehe ich regelmäßig mit anderen jetzt-Usern essen und habe auch schon ein Schnitzelessen zuhause ausgerichtet. Außerdem bin ich sehr begeisterter Tagesticker-Tickerer und lese eigentlich auch sonst fast alles, was jetzt.de mir bietet.

Auf der nächsten Seite: Der Schreibtisch von KatharinaZoe mit einer "Hate-Box" darauf.




KatharinaZoe

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Illustration: Julia Schubert


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Katharina, 20, macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau

Auf meinem Schreibtisch sieht man nur Dinge, die man wirklich braucht! Wie zum Beispiel eine Tüte Konfetti, die allerdings nur noch hier steht, weil wir neulich in der WG nachts eine kleine spontane Party gefeiert haben. Normalerweise bewahre ich solche Dinge in meiner "Accessoires-Kiste" auf, in der sich auch Tiermasken, Piratenfahnen und ähnliche Dinge für ein lustiges Zusammensein befinden.

Dann gibt es hier noch die "Hate-Box", die mir ein Freund gebastelt hat. Auch sie ist voll mit Konfetti, allerdings soll man dort eher Dinge hineinlegen, die einen nerven oder die man hasst. Falls das größere Dinge sind, kann man sie auch auf einen Zettel schreiben. Wenn man dann irgendwann seinen Frieden damit gemacht hat, nimmt man sie wieder heraus.

Gerne spiele ich an meinem Schreibtisch auch mit den Kreisel-Stiften, die mir meine Mutter neulich aus dem Guggenheim-Museum in New York mitgebracht hat. Das sind eigentlich normale Kreisel, die aber aus Stiften in verschiedenen Farben bestehen und so während des Kreiselns Muster auf Papier zeichnen. Der Lippenstift daneben ist übrigens auch ein echter Stift. Und er kommt auch aus New York.

Bei jetzt.de bin ich schon ewig dabei. Meine Eltern hatten früher die Süddeutsche abonniert und ich habe immer das jetzt-Magazin gelesen. Wahrscheinlich war ich damals mit meinen 13 Jahren eine der jüngsten Leserinnen. Später habe ich mich dann gleich bei jetzt.de angemeldet, aber während einer einjährigen Internet-Abstinenz leider meine Zugangsdaten vergessen. Deshalb habe ich jetzt auch einen relativ neuen Namen.

Ich bin ein ziemlich passiver jetzt-User. Ich schreibe selbst kaum etwas und habe auch keine jetzt-Freunde. Eigentlich habe ich mich sowieso nur angemeldet, um endlich wieder die Psychotests machen zu können!

Text: juri-gottschall - Fotos: Juri Gottschall

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