Von Zigaretten und Diamanten

Nene wurde angeschossen.
lisa-goldmann

Nene wurde angeschossen. Jetzt braucht er erst einmal eine Zigarette. Bild: Höhne Presse Der Film: Nicotina Das lernen wir: Das Leben kann verdammt gefährlich sein In dem mexikanischen Film „Nicotina“ geht es, Überraschung!, ums Rauchen. Es wird geraucht, was die Lungen hergeben, übers Rauchen geredet, übers Rauchen gestritten. Einigen Figuren werden die Zigaretten dabei zum Verhängnis. Es geht auch um Computer und Fernsehen und um die Überwachungsmöglichkeiten, die diese Medien bieten. Das machen schon die Bilder des Films deutlich: In manchen Einstellungen werden einzelne Gegenstände so herangezoomt, als wären sie per Satellit aufgenommen. Der Zuschauer beobachtet auf diese Weise den klassischen Loser und Computernerd Lolo (Diego Luna), wie er gerade seine schöne Nachbarin beobachtet, in deren Wohnung er heimlich Kameras installiert hat. Gleichzeitig hackt Lolo sich in das Sicherheitsprogramm einer Schweizer Bank und speichert deren Sicherheitscodes auf eine CD. Die wollen er und seine Freunde Nene und Tomson einem Russen übergeben, der ihnen ein paar hübsche Diamanten dafür versprochen hat. Um Diamanten geht es also auch. Kurz vor der Übergabe bekommt Lolo Ärger mit der Nachbarin und liefert deswegen aus Versehen die falsche CD ab. Das freut den Russen wiederum wenig und er haut ab. Es beginnt eine aberwitzige Jagd durch Mexico City nach den Diamanten und der ein oder anderen Zigarette. Das ist manchmal wahnsinnig witzig, manchmal spannend, manchmal brutal und manchmal auch ein wenig langatmig – der Versuch, die Geschichte in Echtzeit zu erzählen, gelingt nicht immer. Am Ende bleibt der Zuschauer überrascht zurück, einzig diese Gewissheit besteht: Raucher oder nicht, Leben kann verdammt gefährlich sein. Der Film Nicotina läuft seit Donnerstag im Kino.

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