Ampl:tude: Stehen und liegen lassen

14hoch2.
daniel-erk
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Illustration: Julia Schubert

14hoch2.net Hoppla, Schmackes! Elektropop aus Berlin ist ja nun bestimmt nicht die Neuerfindung des Jahres. Aber das bunte Bohai aus Melodien für magische Momente, Pathos und Pop, Referenz, Melancholie und Swing, das Ampl:tude an den Tag legen, begnügt sich gottseidank nicht mit schmachtender, frickelnder Romantik. Die vier jungen Herren aus Berlin werkeln dazu so lange an ihren alten Analog-Synthesizer und Sampler rum, bis die Elektronik leise vor Freude jauchzt und bis das dumme alte Klischee von den „kalten Computerklängen“ endgültig ins Reich der Bluesgitarristen verbannt ist. „ Stehen und liegen lassen“ ist jedenfalls ein treibender und wunderschöner Instrumentalsong und vereint in sich das Beste von Technoclubnacht und Pop-sing-a-long: Große Extase und große Gefühle. „Stehen und liegen lassen“ macht sich in seiner Leichtigkeit super auf Sommer-Mixtapes, neben Mediengruppe Telekommander, Andreas Dorau, Achtung! Lieberautomat, Justus Köhncke, Jeans Team, vor allem aber The Postal Service – als perfekter Link zwischen Dance und Pop. Und damit wäre die kleine Serie „Bands mit seltsamen Sonderzeichen im Namen“ auch schon abgeschlossen. Speichern Unter: P!O!P! plus Disko plus Melodie und Melancholie.

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