Anonyme Perspektiven? Aber nicht doch mit diesen Hits, meine Herren!

Köln/Bonn, das ist ein sehr okayer Flughafen – aber eher keine aufsehenerregende Herkunftsbezeichnung für Pop der überlebensgroßen Gefühle. Da schwingt weder der Pathos der Band mit, die sich aus der tiefen Provinz die Herzen vorgearbeitet hat, noch irgendetwas weltläufiges – Flughafen hin oder her.
daniel-erk
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Illustration: Julia Schubert

Ist ja aber vollkommen gleich, weiß man ja: Es ist nicht wo du bist, es ist was du machst. Und das ist im Falle von Clayton Farlow: Wundervoller Pop mit traumwandlerische Leichtigkeit und Folkkrimskrams und der Erkenntnis, dass Perfektion kein Kriterium für Gefühle ist – auch und schon gar nicht bei Musik. Vielleicht im Gegenteil. Ms Anonymous und Perspektive vom im Herbst erschienen Debüt „All The Way“ und Sunshine Loaded Head von der ersten EP sind jedenfalls nicht weit weg von Stephen Malkmus, Graham Coxon, Wedding Present und Neutral Milk Hotel. In den Campusradios und im Deutschlandradio waren Clayton Farlow schon zu hören – im Februar werden sie zwei Wochen durch Deutschland tingeln um noch mehr Menschen zu erreichen. Und irgendwann geht es vielleicht auch raus in die Welt. Der Flughafen ist ja vor der Haustüre. Speichern Unter: Schrammelschrammelschönheit

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