Aus der Tiefe des Beats: Roots Manuva rappt gemütlich

Britischer Hiphop ist noch immer das Stiefkind der rappenden Zunft auf der Insel. Während Mike Skinner, Kano, Ms. Dynamite, M.I.A. und all die anderen abwechselnd ins Rampenlicht treten und ihre Verslein vortragen, ist – als gutes Beispiel – Roots Manuva mit seinem Splendid-London-Bass-Style immer noch nicht so groß, wie er es längst verdient hätte. Roots Manuvas Platten waren durchgehend auf hohem Niveau – und so verhält es sich auch mit dem Neuesten, „Alternatly Deep“.
daniel-erk

„Alternatly Deep“ ist, wie der Titel leicht anklingen lässt, ein Nebenprodukt des Vorgängers „Awfully Deep“. Die Tracks sind in derselben Session erstellt, aber bislang entweder nicht oder nur auf Singelauskopplungen erschienen. Die Beats holpern und stolpern und hoppeln lässig durch den Raum, darüber legt sich Roots Manuvas gemütlicher, dichter Flow.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert

"Dreamy Days", aus dem Album "Run Come Save Me", und "Bashment Boogie" im Shadowless Tomz Remix aus dem Album "Big Dada" sind zwar nicht die aktuellsten, dafür aber weiterhin hörenswerte Referenzen, die weiterhin und immer Freude machen. Ein guter Einstieg in Roots Manuvas Oeuvre. Speichern Unter: Lässige Raps einer vernachlässigten Zunft

  • teilen
  • schließen