Dies hier ist für dich: Was die Fink-Stimme sonst noch singt

Man kann Fink gar nicht gut genug finden und sei es nur, um der himmelschreienden Ungerechtigkeit, dass Nils Koppruch und die Seinen noch immer nur mehr-so-geht-so-Bekanntheit genießen, etwas entgegen zu stellen. Dabei sind Fink vieles von dem, was sonst so bitter und berechtigt eingefordert und beklagt wird: Schlau aber uneitel, ergreifend aber nicht sülzend oder seifend, ein bisschen kryptisch aber nicht möchtegernintellektuell. Country, aber niemals nie Truck Stop.
daniel-erk

Gerade ist mal wieder eines dieser kleinen musikjournalistischen Zeitfenster, in dem man dagegen angehen kann: Ein neues Fink-Album ist erschienen, bereits im Mai und es ist gut. Auch richtig gut ist das, was Fink-Sänger Koppruch neben noch mit seiner fabelhaften Stimme macht. Da wären das FSK-Cover Unter dem Rhein und eine Alternativversion des Minihits des letzen Albums Er sieht sie an, da wäre das wunderschöne Lied Kaltes Huhn und das abseitige Ich Muss den Glaser bestellen, die genial gelöste Coverversion der Fischer von San Juan, der Countryklassiker Big River und schließlich der Cash-Country-Song Nicht Die Bienen. Ganz recht, das ist allesamt eher B-Seiten-Material denn Einführung in die Materie. Aber zum einen kann man sich nicht aussuchen, was man – wie hier – geschenkt bekommt, zum anderen muss ja auch noch eine Steigerung möglich sein. Zum Beispiel in Form der Fink-Alben. Speichern Unter: Country und so jenseits des Brummirastplatzes

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