Eko Fresh: Man dachte, er wäre eh k.o.

Er ist so etwas wie der Stefan Raab des deutschen Hiphop: Fast alle streiten sich mit ihm (Sido, Fler, Azad, Kool Savas, Mc Rene, Bushido und so weiter) und fast niemand mag seine Musik.
hannes-kerber
Default Bild

Illustration: Julia Schubert

Er ist so etwas wie der Stefan Raab des deutschen Hiphop: Fast alle streiten sich mit ihm (Sido, Fler, Azad, Kool Savas, Mc Rene, Bushido und so weiter) und fast niemand mag seine Musik. In die Schlagzeilen kommt er vornehmlich, weil er Haschisch-Kekse isst und sie nicht verträgt oder weil ihm ein Zuschauer eine Glasflasche auf den Kopf wirft. Im Gegensatz zu Raab war Eko Fresh aber nicht gut, sondern wird gerade immer besser. Drei Battle-Tracks hat Ekos Label „German Dream“ online gestellt: In "Alles oder nichts" erzählen Eko und Kay-One von dem Musikbusiness („In diesem Land kannst Du anscheinend nur als Wichser rappen“), aber trotzdem deutet schon der Titel auf die hohen Erwartungen hin, die das kommenden Album erfüllen muss. Beeindruckend gut ist der Beat: ein Kontrast aus harten Drums und sanften Streichern. Den zweiten Track , ein JamFM exclusive-Track, hält Eko selbst für einen Neubeginn und seine textliche Selbstkrönung: „Ich bin der erste mit 'nem Rhythmus auf Deutsch / aber die Leute nageln mich wie Christus ans Kreuz.“ Außerdem wird hier der Name das neuen Eko-Albums verraten. Im fünfminütigen Track „Warum“ wird Eko unterstützt von dem Frankfurten Sänger J-Luv, Summer Cem und Farid Urlaub (sic!). Der Text – der schwächste der drei - ist ein ironischer Seitenhieb auf das „ach so reale Umfeld“ und auf das Splash-Festival, bei dem Eko Auftrittsverbot bekommen hatte. Speichern unter: Hartz IV-G-Boys

  • teilen
  • schließen