Psst, Fingerspitzengefühl ist immer noch so laut, dass der Tastenanschlag nachhallt

Ein Klavier, ein Klavier Vielleicht tut man sich ja einen Gefallen, wenn man sein Label in Lüneburg ansiedelt und ihm den kinderfreundlichen Namen
daniel-erk
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Illustration: Julia Schubert

Ein Klavier, ein Klavier Vielleicht tut man sich ja einen Gefallen, wenn man sein Label in Lüneburg ansiedelt und ihm den kinderfreundlichen Namen Pingipung verpasst. Es ist aber nicht allein der grundgute Habitus, der Pingipung sympathisch macht, sondern die tiefe Eleganz, das um-die-Ecke-denken und–musizieren. „Pingipung plays: the Piano“ zum Beispiel, nähert sich dem klassischen Instrument ebenso an wie klassischen Musikschemata, ohne den erhobenen Finger des Bildungsbürgertums auszupacken. Barabara Morgenstern und To Roccoco Rots Robert Lippok setzen auf diesem Album ihre Zusammenarbeit fort, der Hamburger Lawrence, sowieso immer der intelligent-sanften Klangsphären verdächtigt, ist dabei, ebenso wie die Briten von Coloma. Wer noch zögert, gebe bitte dem schleppenden, müden und toll bezirzenden Durton von Nils Frahm eine Chance. Speichern Unter: Die Schönheit der Schlichtheit

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