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Es gibt eine Spielart von Partyhiphop – Beatnuts, Ol’ Dirty Bastard, Outkast und dergleichen – die den kleinen, miserabel belüfteten Raum mit der Tischtennisplatte und den alten Sofas zum heißesten Laden der Stadt werden lässt, weil selbst die mageren Indiekids ihre Gin Tonic-Gläser vor Freude an die Decke schmeißen. Das ist dann genau der Moment, in dem man Ratatat – gestatten: Mike Stroud, Gitarre, und Evan Mast, Mischpult und Software – mit der Party vertraut machen darf. Einerseits, weil die beiden Herren aus Crown Heights mit ihren Remixalben eine beeindruckende Schneise durch die US-amerikanische Hiphop-Szenerie inkl. G-Unit und Kanye West geschlagen, aber auch schon die Shout Out Louds aufgebohrt haben. Und andererseits, weil Ratatat-Produktionen, seien es Remixe oder eigene Entwürfe – genau das einlösen, was Deichkind ihrerseits in „Remmidemmi“ versprechen: Exzess, Kopfnicken, Springen, Abfahrt.

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Genau dann also, wenn „Watch Out Now“ und „Shimmy Shimmy Ya“ gerade gelaufen sind, ist die Zeit für „The Mule“, für Jay-Zs „Allure“ und für – selbstredend - „Party and Bullshit“ im Ratatat-Remix sowie für „Seventeen Years“ (das - at the same time! - Dancefloorkracher und Liebesliedchen ist) gekommen. Und dafür, den Tischtennisclub hochoffiziell und unumkehrbar zur Sauna umzudefinieren. Wenn noch jemand kurz die Gläser wegräumt und den Nachbarn ein Entschuldigungsschokolädchen hinlegt. Und wenn dann bitte einer von euch Indiekids eine Halbliterflasche Gin Tonic für den Aufguss bereithält, ja? Es geht los. Speichern Unter: Brookylns Antwort auf Deichkind