Talib Kweli ist zurück! Und verschenkt ein Lied

Wer einigermaßen bei Verstand und des Englischen mächtig ist, kann an Hiphop schon verzweifeln. Das Einerlei der Themen und Haltungen, der Kindergarten des Hin- und Her zwischen Klein- und Großkriminellen, kleinen Hirnen und Großmäulern kann einem den Spaß am Genre ordentlich versalzen. Weshalb auf Talib Kweli, dem Black Star, der Stimme von Reflection Eternal, viele Hoffnungen liegen.
daniel-erk

Auch wenn Talib Kweli aus Flatbush, Brookyln, kommt, ist er nicht der Prototyp des Ghettorappers: Allein dass beide Eltern Professoren an Universitäten waren und auf Bildung und afro-amerikanische Kultur viel Wert legten, macht bis heute einen Unterschied. Talib, Arabisch für „Schüler, Student“, Kweli, Ghanaisch für „Wahrheit, Wissen“ ist einer derjenigen, der zu den Hiphop-Standard-Beigaben Beat und Flow auch noch Wissen, Kritik und Haltung beimischt. Und das klingt nicht nur verdammt gut, das ist auch noch verdammt smart. Was bei den Kollaborationen mit Mos Def und dem Produzenten Hi-Tek über die mittlerweile drei Soloalben immer wieder begeisternd war – allein das Outro des Reflection-Eternal-Albums könnte einer der besten Conscious-Rap-Tracks überhaupt sein – geht nun in eine neue Runde, viel mehr: in zwei neue Runden. Denn ehe im Januar mit „Ear Drum“ das vierte Soloalbum erscheint, hat Kweli mit Blacksmith sein eigenes Label aufgezogen, von dem unlängst ein erster Sampler erschienen ist. Darauf: Soulige Samples, entspannte Beats und schlaue Raps zum Beispiel das sehr genehmeNew York Shit mit Jean Grae. Talin Kweli sagt: 2007, year of the Blacksmith. Er könnte Recht behalten. Speichern Unter: Rap für Ärsche und Hirne