The Robocop Kraus: All The Good Men

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therobocopkraus.de Es gibt diese sehr nette Anekdote über The Robocop Kraus, die besagt, dass die Band vor Jahren beim Indiepopklassentreffen Immergut auf der Hotelzimmer verzichtet hätte, um die Nächte lieber – auf dem Boden geblieben – zwischen betrunkenen Jugendlichen aus der Region und Helga-Rufern im Zelt zu verbringen. Auch für die provinzielle Verortung – Nürnberg (wie unglaublich schräg) – gibt es gerne Mal Sympathiebonus – und natürlich für die Treffsicherheit bei der Wahl der Labels: Lado und Epitaph, besser kann man es als Punk/Soul/Hardcore-Band kaum machen, wenn man sich weiterhin Glaubwürdigkeit auf die Fahnen schreiben will. Jetzt ist das neue Album „They Think They Are...“ erschienen, das der Hives-Produzent Pelle Gunnersfeldt mit feschen Frankenquintett in Stockholm zusammengenudelt hat, erschienen. Die Zutaten sind noch immer die Gleichen, noch immer sind The Robocop Kraus die um Welten besseren Beatsteaks: Der Rhythmus prescht voran, die Rockgitarren prügeln die Fäuste in die Luft, ein Synthie orgelt fröhlich im 80er-Retro-Stye und der Gesang will Zeile für Zeile mitgeschrieen werden. „ All The Good Men“, das man auf der Epitaph-Homepage downloaden kann, ist ein sehr hübsches Lied, wenn auch nicht unbedingt das beste des Albums. Wer damit nicht zufrieden ist, dem sei empfohlen „ Free Masons In The House“ von der Vorab-EP „Who Do They Think They are?“ von der Lado-Seite runterzuladen, das einen Gang höher schaltet. Oder – immer noch ungeschlagen, wenn auch etwas abgedroschen – „Fake Boys“ vom letzten Album zu hören, das auch im Askii-Disko-Mix sehr ans Herz zu legen ist. Oder die Band eben einfach um ihres sympathischen Habitus Willen mögen. Speichern Unter: Das Alterswerk der Herzbuben aus Franken - erobert die Welt dennoch.

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