Dieser Artikel wurde im Auftrag und mit Unterstützung der Daimler AG verfasst.

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Luis Pacheco / Unsplash

Goodbye, Uni! Es war schön mit dir.

 

Nun ist es soweit: Nach zahllosen Stunden Büffelei in der Bib und Schwitzen in überfüllten Prüfungssälen hast du endlich, endlich deinen Abschluss! Jetzt ist erstmal Schulterklopfen, Durchatmen und Genießen angesagt. Aber nachdem die erste Euphorie verpufft und die letzte Party abgefeiert ist, schleicht sich auch bei dir eine ziemlich fiese Unsicherheit ein. Manchmal wird sie zur pragmatischen Frage („Und was mache ich jetzt bitte mit meiner schönen Qualifikation?“), manchmal aber auch zur spontanen Panik („Oh, mein Gott! Ich habe null Erfahrung, und so viele meiner Konkurrenten sind VIEL besser als ich!“).

Beruhig’ dich! Alles halb so wild… im Ernst, jetzt.

 

Klar ist es total einfach, nach der Uni die Krise zu kriegen. Du bist, rein statistisch gesehen, ja bloß ein Jobsuchender von vielen Millionen. Bachelorabschluss? Keine Seltenheit. Auslandssemester? Auch nicht. Mehrsprachig? Willkommen im Club. Selbst der lupenreinste Lebenslauf ist leider keine Garantie für den Karriere-Kickstart. Was hast also ausgerechnet du der Welt da draußen Tolles zu bieten? Ganz einfach: Dich.

Und ich meine jetzt nicht das „dich“ auf dem Zeugnis oder Empfehlungsschreiben, sondern den Menschen, der dir jeden Tag im Spiegel entgegenschaut – mit all seinen Leidenschaften, Träumen, Talenten und Fehlern. Wieso konzentrierst du dich zur Abwechslung nicht mal genau auf diese Person?

 

Nein – du bist nicht deine Bewerbungsmappe.

 

Natürlich könntest du jetzt sofort in die Offensive gehen: Den Markt checken, Bewerbungslektüre wälzen, die wichtigsten Buzzwords lernen, dein Portfolio bis ins Letzte pimpen. Bis du dich am Ende als „fresh“, „gebrauchsfertig“ und stets einsatzbereit verkaufen kannst. Das Problem dabei: Wenn du sklavisch Bewerbungsklischees einstudierst und alle Antworten wie auf Knopfdruck parat hast, hebst du dich nicht von anderen ab. 

 

Jetzt erstmal einen Schritt zurück.

 

Mal im Ernst: Du bist Anfang Mitte 20. Es ist total okay, wenn du noch nicht 100% weißt, wo deine Karriere hingehen soll. Und unter uns: Manchmal verändert sich dieser Status auch nie. Immerhin sind wir nicht mehr unsere Eltern, die ein Leben lang den gleichen Job ausüben. Das heißt: Die Entscheidungen, die du nach der Uni triffst, sind nicht unbedingt fürs Leben, du kannst dich immer wieder umentscheiden. Und jetzt, nach der Uni und in den ersten Jobs, hast du Zeit dich erstmal zu orientieren, Dinge zu erleben und Erfahrungen zu sammeln. Dabei ist es gar nicht so wichtig, was du genau machst, sondern dass es zu dir und deiner Entwicklung passt:

 

Spannende Reisen, soziale Projekte, Weiterbildungen, Praktika – ganz egal, auf welches Abenteuer du dich einlässt: Frag dich doch einmal ganz in Ruhe, was dich fasziniert und wo du dich wiederfindest. Es könnte dir genau das geben, was dir bei der Jobsuche gerade fehlt. Mach’ einfach mal etwas, das du nicht schon seit Jahren kennst. Überrasch’ dich selbst und sei mutig – das bringt dich in jedem Fall weiter. Es kommt heute auf dem Arbeitsmarkt darauf an, als Person, als Typ zu überzeugen und es kann nicht schaden, wenn man viel erlebt hat. Zum Beispiel: Wer in Indien mal verhandelt hat, der lernt auch was für zu Hause.

Dann wirst du bald auch deine neuen Kollegen positiv überraschen. Sei es mit spannenden Geschichten in der Mittagspause, beim Kneipenabend oder mit ungewöhnlichen Strategien beim Projektmeeting. Denn auch als „Anfänger/in“ kannst du mit deinen persönlichen Erfahrungen andere inspirieren. Weil: Du wurdest nicht eingestellt, damit alles beim Alten bleibt.

 

Manchmal braucht es Mut, um noch mutiger zu werden.

 

Also: Trau dich und probier dich aus. Damit zeigst du allen, dass du mehr bist als ein Abschluss oder gute Noten: Erfolge & Misserfolge, Abenteuer, neue Erkenntnisse – all das macht dich besonders. Übrigens: Man darf auf dem Weg dorthin auch Fehler machen. Wer privat noch nie ein Problem gelöst hat – wer schafft es dann im Büro? Die Erfahrungen können dir auch dabei helfen mehr auf deine Intuition zu hören, egal in welche Richtung sie dich führen. Individualität, Leidenschaft und Persönlichkeit kannst du nicht studieren, sondern nur entwickeln. Jetzt ist die beste Zeit dafür.