The Next Big Chill

Der nervige Hype um die Selbstoptimierung unserer Körper und Gehirne hat endlich ein Ende – wir dürfen uns wieder zurücklehnen und weniger tun. Wir entdecken uralte Dinge wieder: Atmen, Schlaf und Hanf.

Nur kein Stress. Du  musst nicht jeden Tag schneller, besser, motivierter sein.

VAAY

Wann hast du das letzte Mal Sport gemacht, ohne darüber nachzudenken, wie viel Kalorien du damit verbrauchst, oder was die Smartwatch an deinem Handgelenk davon hält? Ist die Bowl zum Lunch einfach nur lecker, oder freust du dich, dass dich die Quinoa auch deinem täglichen Eiweißziel näher bringt?

 

Dann steckst du wahrscheinlich tief drin in dem Gefühl, dass es im Leben angeblich vor allem darum geht, immer schneller, stärker, schlauer, motivierter, besser organisiert, aufgeräumter, effizienter, schöner, dünner und gesünder zu sein. Die Sache hat nur einen großen Haken: Wenn man nach diesen hohen Zielen strebt, tut die Differenz zur Realität umso stärker weh. Sich das anzutun, ist nicht klug. Und viele Menschen haben darauf keine Lust mehr. Wie es aussieht, geht die Ära der Selbstoptimierung ihrem Ende zu. Zum Glück.

Einfach nur eine gute Zeit haben

 

Spätestens in der Corona-Krise wird klar, dass wir vor allem Familie, viel Ruhe und gute Gespräche mit Freunden brauchen, um uns wohlzufühlen. #love, #happy und #instagood zählen zu den beliebtesten Hashtags auf Instagram – und auch wenn viele der Posts dazu aufwendig inszeniert sind, zeigen sie doch letztlich vor allem Menschen, die fröhlich grinsen und eine gute Zeit haben. Atmen ist angesagter denn je und guter Schlaf ist auch wieder sexy geworden: Für acht Stunden seeliges Schlummern muss man nicht viel mehr tun als abends früher Smartphone und Licht auszustellen und die Augen zuzumachen.

 

Vergiss das nächste aufputschende Wundermittel. Stattdessen: einfach nur zurücklehnen und eine gute Zeit haben. Was dabei helfen kann, ist CBD, der uralte Wirkstoff Cannabidiol aus Hanf. In dem ist kein berauschendes THC enthalten, aber es soll dafür sorgen, dass man sich entspannter fühlt. Beim Berliner Start-up VAAY gibt es CBD-Produkte als Öl, Kapsel, Diffuser-Pen, Spray oder auch Badekugel.

Entspann dich! VAAY-Produkte können dabei helfen.

Yoga meets CBD

 

Steph Cusack bringt CBD und Yoga zusammen, um die entspannenden und erholenden Effekte von beidem zu verstärken: „Wenn CBD vor dem Yoga eingenommen wird, können die positiven Auswirkungen von beidem noch größer sein.“ Die Australierin, die in Berlin lebt, gibt dort regelmäßig Workshops zu dem Thema, unter anderem auch für VAAY. Die Teilnehmer lassen etwa 15 Minuten vor dem Beginn einer Klasse etwas Öl unter ihren Zungen zergehen. Macht das das Training effizienter? Schon die Frage ist abwegig, denn Effizienz ist hier nicht gefragt (und Yoga ist ja auch kein Training!), erklärt Steph: „Wie bei allem im Leben geht es um die Intention, mit der wir an Dinge herangehen, und Balance ist das wichtigste, um uns wohlzufühlen. Wenn man CBD nimmt, um eine entspanntere Yogastunde zu erleben, aber dann eine 90-minütige Power-Yoga-Einheit mit hoher Intensität und ohne Pausen macht, wird das wahrscheinlich keine so entspannende Wirkung haben. Aber in einer ruhigen Umgebung, mit guter Musik und in einer Yoga-Sequenz mit sanftem Fluss und Meditation am Ende kann man dank CBD das ‚Yoga-High‘ wahrscheinlich noch mehr spüren.“

„Balance ist das wichtigste, um sich wohlzufühlen“: Yoga-Lehrerin Steph Cusack, die auch für VAAY Workshops gibt.

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Den Geist beruhigen und besser schlafen

 

Für Steph Cusack passen CBD und Yoga gut zusammen, weil beide helfen, mehr Gleichgewicht im Körper zu finden, indem sie Stress reduzieren und Klarheit sowie den mentalen Fokus fördern. Die Wirkung hängt ihrer Erfahrung nach davon ab, in welchem Zustand ihr Geist und ihr Körper sich zuvor befinden: „CBD kann mir ein echtes Gefühl der Ruhe und Entspannung bringen und hilft mir auch, Muskelverspannungen zu reduzieren.“ Und das alles geht natürlich auch ohne Yoga – man kann sich genauso gut einfach nur zurücklehnen, ein paar Tropfen in den Mund träufeln und abwarten. Steph hat zum Beispiel positive Erfahrung damit gemacht, CBD-Öl abends zu nehmen: „Da kann es helfen, den Geist zu beruhigen und sich auf einen tieferen, erholsameren Schlaf vorzubereiten.“ Techniken und Werkzeuge zur Selbstoptimierung hält sie grundsätzlich immer nur dann für sinnvoll, wenn sie das körperliche und geistige Wohlbefinden nicht herausfordern, sondern unterstützen: „Wenn es stressig wird, sich jeden Tag an all deine Selbstoptimierungs-Routinen zu erinnern und sie zu umzusetzen, kann es sich lohnen, den Druck raus zu nehmen und das Leben einfach zu genießen.“ Sie empfiehlt, nur die Dinge umzusetzen, die sich natürlich und intuitiv anfühlen. Denn das helfe uns, auch langfristig Balance und Glück zu finden.

Nur lohnenswerte Ziele anstreben  

 

„Wir müssen nicht ständig neue Ziele erreichen“, sagt auch die Autorin Isabell Prophet in ihrem Buch „Wie gut soll ich denn noch werden!? Schluss mit übertriebenen Ansprüchen an uns selbst.“ (Goldmann). Sie rät, die Mechanismen zu hinterfragen, die hinter den ganzen Empfehlungen und Gurus stecken, die uns Selbstoptimierung predigen: „Dann treffen wir klügere Entscheidungen, um endlich Ruhe zu finden und vielleicht ein paar wirklich lohnenswerte Ziele zu erreichen.“ Isabell ist überzeugt davon, dass Selbstoptimierung nichts mit wissenschaftlicher Optimierung zu tun hat: „Sie ist Selbstbetrug. Wir brauchen mehr ‚Weniger‘. Weniger Anforderungen, weniger To-dos, weniger Probleme und Krankheit, Stress und Belastungen. Wir müssen Schluss machen mit den übertriebenen Ansprüchen. Erst wenn weniger von außen kommt, haben wir mehr Energie für uns selbst.“

 

Weniger leisten und erreichen müssen  

 

Es ist völlig okay, sich Ziele zu setzen, sich auch darum zu bemühen und sich weiterzuentwickeln. Aber es ist eben auch völlig okay, stundenlang Serien zu schauen, ziellos im Netz zu surfen und dabei einen Becher Eis zu inhalieren. Es ist völlig okay, entspannt zu sein und Dinge zu tun, die nicht anstrengend sind – wann haben wir das eigentlich vergessen? Schlaf mal wieder mehr, lass dieses Tracken von allem sein und atme einfach tief durch! Wir dürfen uns 2020 ganz offiziell richtig reinkuscheln in dieses Gefühl, weniger leisten und erreichen zu müssen – gerade das gibt uns dann auch die Energie für die wirklich wichtigen Themen.

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