Weggehen oder bleiben: Wie machst du nach der Schule weiter?

Der Heimat treu bleiben oder weit, weit weg ziehen – nach der Schule ist alles möglich.

Foto: DSGV

Was stellst du mit dem Abschluss in der Tasche an, zieht es dich eher in die Ferne oder willst du nah bei deiner Familie bleiben? Beides hat Vorzüge und Nachteile – wir haben über ein paar davon nachgedacht.

PRO

 

Natürlich muss man nach der Schule von zu Hause raus! Freiheit ist doch keine, wenn man sie nicht nutzt. Deshalb los, trau dich: Pack deine Siebensachen und geh! In welcher Stadt oder welchem Land würdest du gern leben? Jetzt hast du die Chance dazu, die Welt zu entdecken und auszuprobieren, wie sich der Alltag dort wirklich anfühlt. Und wenn es blöd ist, ziehst du einfach weiter. Vielleicht kommen ja sogar ein paar Freunde mit?

 

Wann, wenn nicht jetzt, solltest du herausfinden, wo für dich das Gras am grünsten ist? Du bist jung und vor allem für dich selbst verantwortlich. In ein paar Jahren hast du vielleicht schon einen festen Job und eine Einbauküche und denkst über eine eigene Familie nach – dann kündigst du wahrscheinlich nicht mehr so schnell deine Wohnung, um irgendwo anders neu anzufangen. Dabei macht Neuanfangen doch so großen Spaß.

 

Für deine berufliche Entwicklung kann es auch wichtig sein, mal was anderes gesehen zu haben. Sei es, dass es eine bestimmte Ausbildung oder einen Studiengang nur jenseits deiner Heimat gibt. Oder dass der perfekte Job eben nicht in deiner Heimatstadt auf dich wartet. Und wer einige Zeit im Ausland gelebt hat, lernt dort nicht nur Sprachen, sondern inhaliert ganz nebenbei jede Menge Erfahrung: Wenn du es geschafft hast, dich in einem fremden Land durchzuschlagen, dann weißt du, was du kannst. Das pflanzt dir ein Selbstbewusstsein ein, das dir in vielen Situationen im Leben helfen wird.

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CONTRA

 

Große Freiheit schön und gut – wer sagt eigentlich, dass man die in der Heimat nicht hat? Dort zu bleiben kann ein genauso mutiger Schritt sein. Und jedes große Abenteuer endet doch wohl damit, dass man in der Ferne auch nur seine Stromrechnung selber bezahlen muss. Das kann man auch haben, wenn man zuhause auszieht. Aber dafür riskiert man dabei nicht, dass man die vertraute Umgebung vermisst, Freundschaften zerbrechen und man seine Familie nur noch zu Geburtstagen und an Weihnachten sieht – wenn nicht noch seltener.

 

Wer weggeht, der sucht etwas. Vielleicht hat der, der bleibt, es schon gefunden? Deshalb kann es auch der genau richtige Weg für dich sein, deiner Heimat nicht den Rücken zu kehren, sondern dich ganz bewusst dazu zu entscheiden, weiter dort zu leben. Weil es für dich vielleicht auch nur ein echtes Zuhause gibt – und das kann man nicht woanders hin verpflanzen.

 

Klar, im Lebenslauf mag es schick aussehen, wenn man mal hier war und mal dort, aber du kannst ja auch von deiner Homebase aus reisen oder für eine Zeit ins Ausland gehen. Dafür sparst du dir die großen Reibungsverluste, die jeder Neustart mit sich bringt: Wer weggeht, lässt immer Menschen, Orte und Erinnerungen zurück. Und auch beruflich kann es attraktiv sein zu bleiben: Vielleicht gibt es deinen Traumarbeitgeber direkt in deiner Nachbarschaft? Vielleicht willst du in einem Unternehmen eine Ausbildung machen, das du schon kennst – wie bei der Sparkasse, in der Filiale in der du dein erstes eigenes Konto eröffnet hast? Oder die örtliche Hochschule bietet spannende Studiengänge an? Freiheit bedeutet, dass du entscheiden darfst, was du wirklich willst: Wenn dein Herz für dein Zuhause schlägt, dann bleib!

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