Berlusconis Helfer sollen Stimmauszählung manipuliert haben

Keiner kann sagen, Silvio Berlusconi habe Italien nicht gewarnt. Schon vor der Parlamentswahl Anfang April raunte der damalige Ministerpräsident, es drohe Betrug. Nach seiner knappen Abwahl behauptete er dann, da sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen. Nun könnte Berlusconi auf verquere Weise bestätigt werden: Die Staatsanwaltschaft Rom will prüfen, ob Hunderttausende leer abgegebener Stimmzettel korrekt erfasst wurden. Anlass ist ein am Freitag auf DVD veröffentlichter Dokumentarfilm, in dem behauptet wird, viele dieser ungültigen Stimmen seien Berlusconis Partei Forza Italia zugeschanzt worden. Der Cavaliere wäre demnach nicht Opfer, sondern Nutznießer eines Wahlbetrugs.
peter-wagner

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