Bittere Rekorde: Die gefühlte Armut der Mittelschicht

Vor ein paar Monaten stand im Münchner Lokalteil der Süddeutschen Zeitung eine Reportage über ein Paar mit drei Kindern, das gelernt hat zu knausern. Kleider gibt's nur aus dem Secondhand-Laden, und der Papa kontrolliert die Familienfinanzen mit einer Excel-Tabelle: Am Monatsende stellt er stets fest, dass auf dem Konto nichts übrig ist. Das Stichwort "Armut" benutzten die Eltern zwar nicht, aber begütert fühlen sie sich auch nicht: Restaurantbesuche sind gestrichen, und die Nudeln kommen von Aldi. Der Mann, so erfuhr man, arbeitet im Management einer Mobilfunkfirma, Netto-Gehalt: 3500 Euro. So arm, dachte mancher Leser, wäre man auch gerne.
christian-helten

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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