Carbonol und Glycerin: Die Herstellung von Theaterblut

Es war eine Orgie in Rot und Braun - Theaterkritiker und Publikum waren nicht gerade amüsiert. Mit seinem "Macbeth" verankerte der Regisseur Jürgen Gosch 2006 das Wort "Ekeltheater" in den deutschen Feuilletons. Erst in Düsseldorf, dann beim Theatertreffen in Berlin, schütteten seine nackten Schauspieler einander eimerweise Blut über die Köpfe und hockten sich auf der Bühne zur Notdurft hin. Andere Inszenierungen nutzten weitere Körperflüssigkeiten. Protagonisten rotzten auf den Boden, pinkelten und onanierten sich an, wälzten sich in Exkrementen, erbrachen sich schließlich auf der Bühne.
dana-brueller

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