Das Ende der Bescheidenheit: Merkels Bilanz der Superlative

Gibt es Deutschland jetzt wieder zweimal? Es gehört zu den Routineübungen eines Oppositionspolitikers, den Regierenden vorzuwerfen, dass sie nicht mehr wüssten, was los ist im Land. Das gipfelt dann im Vorwurf, dass es zwei Wirklichkeiten gibt: die wahre und die himmelblau geschönte der Regierung. Bis zu diesem Mittwoch gehörte es zu den sympathischen Besonderheiten der Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sie solche Reflexe einfach nicht auslöste. Zu sehr achtete sie darauf, Bescheidenheit zu demonstrieren. Wenn sie doch einmal über Erfolge sprechen wollte, konnte jeder ihr tiefes Misstrauen gegen alles plakativ Überschwängliche spüren.
nina-heinrich

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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