Das Internet verändert die Arbeit des Arztes: Er muss Patienten vor Eigendiagnosen schützen

Vielleicht war er Peter Eyrichs schwierigster Patient. Die Diagnose: Darmkrebs. Doch der Patient wollte sich damit nicht abfinden. Verzweifelt suchte er nach Alternativen zur Schulmedizin. Im Internet fand er eine Seite, die gesunde Ernährung und "Hydrocolontherapie", Dickdarmspülung, als Heilmethode empfiehlt. "Es waren Äußerungen eines Gurus, eines Geistheilers, denen mein Patient geglaubt hat", sagt Eyrich, 55, Allgemeinmediziner in München. Der Patient entschied sich gegen den Rat seines Arztes und für die Anregung aus dem Internet. Nicht lange danach starb er.
peter-wagner

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