"Das wäre katastrophal": Hat ein Mädchen in Mittweida einen Neonazi-Überfall vorgetäuscht?

Die Polizei spricht von einem "Missverständnis", der Staatsanwalt von einem "Schnitzer" und Opferschützer von einer "weiteren Peinlichkeit" bei den "hilflosen" Ermittlungen gegen rechte Gewalt in Sachsen: Nachdem die Staatsanwaltschaft am Dienstag erstmals Zweifel an der Geschichte eines 17-jährigen Mädchens geäußert hatte, dem vier Jugendliche der rechten Szene Mitte November in der sächsischen Kreisstadt Mittweida ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt haben sollen, ist die Bestürzung groß und die Polizeiarbeit in der Kritik. "Sollten sich die Zweifel bestätigen, wäre das schockierend", sagte Marcus Eick, Sprecher vom "Bündnis für Menschenwürde" in Mittweida. Und: Wie könne es sein, dass die Ermittler so lange die Version einer Geschichte stützen, die bundesweit Entsetzen auslöste, die aber offenbar frühzeitig Ungereimtheiten aufwies?
dana-brueller

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