Der Türke Kemal Özkan hat mit Beschneidungen ein Vermögen gemacht

Kemal Özkan könnte jetzt auch in einem anatolischen Dorf ein karges Leben führen, als alter armer Mann. Aber Allah habe ihn auserkoren, die Schmerzen des türkischen Mannes zu lindern, sagt er. Und so residiert er in einer Istanbuler Villa, als Sünnetci, zu Deutsch Beschneider. Özkan macht aus türkischen Buben echte Muslime, spritzt ihnen Narkosen gegen die Schmerzen und verkauft den Eltern Beschneidungs-Feste. In 40 Jahren hat er es auf 115.000 Muslime gebracht. Davor hat der heute 74-Jährige auf einem Schiff im Hafen von Istanbul geputzt. Beschneider müssen in der Türkei keine spezielle Ausbildung vorweisen. "Man lernt von Mal zu Mal”, sagt der Mann mit dem penibel gestutzten Ziegenbart.
peter-wagner

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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