Ein bewegender Besuch beim Kunstprofessor Bazon Brock in Zürich.

So klein sind die Tische, so dicht besetzt das Café, dass das süßheiße Getränk, das im Moment Macchiato heißt, beim Hochnehmen beinah in die aufgeklappten Tastaturen kippt. Kaffeehausgespräche, ganz wichtige Werbeagenturgespräche, am Telefon schwatzkichernde Verabredungsgespräche, High Five bei den Kerlen, Mäderlküsse links und rechts und monotone Musik von irgendwieoben, die den Mund noch trockner macht, als es der Kaffee kann, und die Bedienung will heute nicht bedienen. Aber da! Da draußen plötzlich ein Meer von Fahnen, blutrot alle, Sprechchöre, richtig bartschattige Arbeitergesichter wie nachts auf arte. Tumult, wüster.
dana-brueller

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