Expeditionen auf gefährliches Terrain: Merkel und die EU

Angela Merkel gab Anfang des Jahres zwei riskante Versprechen ab. Der EU sagte sie zu, dass Deutschland die militärische Führung im Kongo zur Absicherung der Wahlen übernehmen werde. Und den Deutschen versicherte sie, dass die Soldaten Weihnachten wieder zu Hause sein würden. Ersteres verärgerte ihren Verteidigungsminister und Letzteres mochte niemand so recht glauben. Ob nun pures Glück oder kluge Bewertung der Lage, die Wahlen liefen jedenfalls erfreulich glimpflich ab, und die Soldaten sind zu Hause. Das hat der deutschen Bundeskanzlerin ein außen- und sicherheitspolitisches Kapital verschafft, das sie dringend braucht, wenn sie jetzt den Vorsitz in der Europäischen Union übernimmt. Und sie scheint es einsetzen zu wollen: Noch nicht im europäischen Amt, hat sie schon eine Nahost-Initiative angekündigt.
nina-roethel

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