Fasten bis zum Brechen: Was Angela Merkel in der Türkei blüht

Die Uferstraße am Bosporus, kurz vor Sonnenuntergang. "Bruder, entschuldige, gleich ist es so weit", sagt Saadetin, der Taxifahrer. Er hält an, springt in eine Bäckerei. Zwei Minuten später ist er zurück, in der Hand ein Fladenbrot. "Pfui", schimpft er: "Eine Lira für ein Pide. Doppelt so viel wie sonst. Wo soll das enden?" Es ist Stau, die Fahrer hupen. "Das ist die schlimmste Zeit: Kurz vor dem Fastenbrechen", sagt Saadetin. Die Leute haben den ganzen Tag nicht gegessen, nicht getrunken, schlimmer: nicht geraucht. Jetzt brennen sie darauf, nach Hause zu kommen. "Eine gefährliche Stunde. Eigentlich fahre ich nur nach dem Fastenbrechen, dann sind sie wie die Lämmer."
peter-wagner

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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