Fünf Silben Wehmut und sieben Silben Einsamkeit: Reiner Kunzes neuer Gedichtband lindennacht

Seinen lyrischen Beobachtungsposten bezieht Reiner Kunze abseits der Geschäftigkeit des Tages. "Die linde blüht, und es ist nacht / Das dröhnen der bienen ist verstummt, statt ihrer / wimmelt es von sternen" heißt es im titelgebenden Gedicht des Bandes "lindennacht". Es sind Alterswerke, in denen Kunze seine Kunst der Verknappung und der Reduktion auf das Unverzichtbare weiter vorantreibt. "Die welt entfernt sich", notiert er lapidar.
peter-wagner

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

  • teilen
  • schließen