Hamas und Fatah kämpfen um die Gunst der Palästinenser

"Das war das Wohnzimmer, hier sind die Schlafzimmer, dort ist der Aufzug. Nichts ist kaputt, nichts fehlt", sagt der vermummte Hamas-Kämpfer. Mit seinem Kampfanzug und dem Sturmgewehr wirkt er etwas fehl am Platz in der großzügigen Eingangshalle des Hauses von Palästinenserpräsident Machmud Abbas. Aber die Al-Qassam-Brigaden haben an diesem Abend zur Führung gebeten: durch das Privathaus von Abbas in Gaza-Stadt. Der Mummenschanz von zwölf bewaffneten Hamas-Militanten soll zeigen, dass die Islamisten nicht geplündert haben im Haus von Abbas - was dessen Anhänger behauptet hatten. Auch wenn der Luxus überschaubar ist: Dass die Menschen im bitterarmen Gaza-Streifen sehen, wie bequem und teuer Abbas wohnt, kann aus Hamas-Sicht politisch nicht schaden.
peter-wagner

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