Heiler, Held und Hoffnungsträger: Rick Rubin rettet die Musikindustrie

Mit fest geschlossenen Augen lümmelt Rick Rubin auf der tiefen Samtcouch in der Bibliothek einer alten spanischen Villa in Los Angeles. Es läuft ein Song seiner neuesten Entdeckung The Gossip, und der mächtige Musikproduzent mit dem langen grauen Bart wiegt sich langsam vor und zurück. Er will hören, was stimmt an dem Stück - und was nicht. Rubin hat das dreigeschossige Haus, in dem Johnny Cash seine letzten Platten aufnahm, früher auch privat bewohnt. Heute ist der 44-Jährige, den man aus einiger Entfernung leicht mit einem mittelgroßen Bären verwechseln kann, vor allem für Besprechungen und Konferenzen hier. Denn seit Mai ist er im Sony-Konzern offiziell Co-Chef der großen und ruhmreichen, aber inzwischen ums Überleben kämpfenden Plattenfirma Columbia Records.
nina-heinrich

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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