Im goldenen Käfig: Freiheitstrafe für philippinischen Ex-Präsidenten

In Manila herrschte am Mittwoch für einige Minuten Alarmstimmung. Vor dem Korruptionsgericht in der philippinischen Hauptstadt hatte das Militär einen doppelten Kordon aufgebaut, ein paar gepanzerte Wagen standen auch dabei. Für alle Fälle, hieß es. Und aus dem Präsidentenpalast verlautete, die Präsidentin habe alle ihre Termine in den Provinzen abgesagt, sie verbringe den Tag in ihrem Büro. Auch für alle Fälle. Denn am Mittwoch fiel das Urteil in einem Prozess, der sechs Jahre gedauert hatte. Es ist ein Schuldspruch, einer mit beträchtlichem Erschütterungspotential in der ohnedies bewegten philippinischen Demokratie. Doch die von vielen befürchteten Ausschreitungen blieben vorerst aus.
nina-heinrich

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