Krise am Spieß: Wegen des Gammelfleisches herrscht Flaute in Dönerbuden

Ein wenig scheint es, als hätte sich Mendes Seyit für Momente wie diese eine Choreographie zurecht gelegt. Wenn wieder einer vorbeikommt und nach Gammelfleisch fragt. Mendes Seyit reisst die Tür des Kühlschranks auf, greift rein und knallt einen Brocken eingeschweißtes Fleisch auf die Theke seines Restaurants "Gaziantep Sofrasi" im Münchner Westen. Wortlos deutet er auf das Etikett: "Putenoberkeule männlich" steht da und ein Haltbarkeitsdatum, das erst in zwei Wochen abläuft. Und, dass das Fleisch aus Italien stammt. "Nicht aus München", ruft Seyit. Nicht von der Firma, die tonnenweise Gammeldöner in die Republik verschickt hat.
tina-pickert

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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