Michel Houellebecq über sein Regiedebüt, unschöne Genitalien und sinnlosen Urlaub

Zuweilen könnte man auf dem Filmfestival von Locarno meinen, man läuft hier durch eine Filmkulisse, so lieblich hügeln sich die Berge um den tiefblauen Lago Maggiore, so kurortmäßig schmiegt sich das Städtchen an das Ufer des Sees. Michel Houellebecq, der beim Festival seinen ersten Langfilm, eine Anlehnung an seinen Roman "Die Möglichkeit einer Insel" vorstellt, hat sich für seine Interviews allerdings den trostlosesten Ort ausgesucht, den Locarno zu bieten hat: Er sitzt bei knapp dreißig Grad im Fell-Parka neben einem Parkplatz, denkt nach, raucht - und manchmal sagt er sogar etwas. Ihm gegenüber: Ehefrau Marie-Pierre. Unterm Tisch: Hund Clement.
dirk-vongehlen

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