Nach dem Zusammenbruch: Wie psychisch Kranke in die Arbeit zurück finden

Duisburg, im Oktober - Sie hatte sich von der Bürokauffrau zur Unternehmensberaterin hochgearbeitet und führte ein abwechslungsreiches Leben zwischen Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Sie lebte mit einem Mann, den sie damals noch geliebt hat, in einem schönen Haus mit Garten in Rheinberg. Petra Weber (Name geändert) genoss das rastlose Leben und empfand ihren schonungslosen Arbeitseinsatz als notwendiges Elixier für den beruflichen Erfolg. "Alles hätte toll sein können", sagt die 40-Jährige heute und knetet dabei bedächtig ihre schmalen Hände, "und dann bildeten sich Risse in meiner Seele." Dieses Alarmzeichen aber ignorierte sie und arbeitete noch mehr und noch schneller. Nach Feierabend machte sie die Ausbildung zur Betriebswirtin. Sie bekam Lob von ihren Chefs. Sie wurde befördert. Dabei sagte sie sich die ganze Zeit: "Ich kann nichts, ich schaffe nichts, ich täusche alle."
peter-wagner

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

Text: peter-wagner - Foto: afp

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