Ruhm des Königs: Seit 20 Jahren entdeckt Versailles die eigene Barockmusik

Was die Pflege des eigenen kulturellen Erbes angeht, hat sich Frankreich nichts vorzuwerfen. Unter dem allgegenwärtigen Begriff des "patrimoine" wird jeder zweitklassige Dichterschädel hochglanzpoliert, um die Strahlkraft längst vergangener Jahrhunderte zu dokumentieren. Mit einer derben Unterlassungssünde schien man aber bis vor 20 Jahren gut leben zu können: Ausgerechnet die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts interessierte bis auf wenige Spezialisten niemand. Ganz egal ob das nun die Messen eines Marc-Antoine Charpentier waren, oder die Tragédies lyriques, mit denen Jean-Baptiste Lully und Jean-Philippe Rameau eine Alternative zur italienischen Opera Seria fanden.
dana-brueller

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