Russische Klänge: Gangsterdisko aus dem Lager

Man sieht ihm den schweren Jungen auf 100 Meter an: Den Schädel so kurz rasiert, dass man auf der Stirn eine fünfmarkstückgroße Narbe erkennt, goldene Augenbrauen, Tätowierungen vom Hals bis zu den Fingerspitzen. Sergej Chigrin ist ehemaliger Plattenproduzent, ehemaliger Häftling und Liebhaber einer der eigenwilligsten Musiktraditionen Russlands, der "Blatnaja Musyka", jener Knastfolklore, die das Gaunerleben glorifiziert. Heute heißt sie etwas harmloser "Russkij Schanson" und erlebt eine Renaissance.
nina-heinrich

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