Schauerstück: Die Bücher über den "Kannibalen von Rotenburg"

Die Frage muss kommen, das ist klar. Jeder Berichterstatter, der sich seines Publikums auch nur ansatzweise bewusst ist, weiß das. Warum sonst sollte er sich sechs Jahre danach auch mit diesem Fall beschäftigen, über den bereits alles und noch viel mehr gesagt und geschrieben wurde - wenn nicht, um die bittersüße Lust am Abgründigen ein weiteres Mal zu befriedigen? Das Publikum will die Bestie, auf dass es im Fernsehsessel gleichzeitig entsetzt aufjaulen und wohlig erschauern kann. Darum jetzt mal Tacheles, Kannibale: Wie hat es geschmeckt?
peter-wagner

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

Text: peter-wagner - Foto: rtr

  • teilen
  • schließen