Schweigen, beten, putschen: Protest der Mönche in Birma

Sie marschieren still in ihren safranroten Roben, die Hände zum Gebet gefaltet, einige tragen religiöse Fahnen, andere umgedrehte Almosenurnen. Durch Mandalay, durch Sittwe, durch Rangun marschieren junge buddhistische Mönche mit ernster, entschlossener Miene. Jeden Tag, seit einer Woche schon. Manchmal sind es mehr als tausend. Ihr Protest braucht keine Worte, keine Slogans, keine Transparente. Er richtet sich nicht nur gegen höhere Benzinpreise; es dreht sich um alles: um Leben und Würde. Das Militär in Birma fährt mit Panzerwagen vor, schaut zu, wie sie in die Pagoden ziehen zum Gebet. Sie beten gegen das Regime. Selbst die zivil gekleideten Schlägertrupps der birmesischen Junta halten sich zurück.
nina-heinrich

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

  • teilen
  • schließen