Sonniges Sibirien: Warum Russland sich als Gewinner des Klimawandels sieht

Als sich im vergangenen Winter, dem wärmsten seit Anfang der Temperaturmessung, die Sonne in Moskau drei Monate lang nicht zeigte und die Fußgänger im Morast stecken blieben, sehnten sich die Einwohner nach erheiterndem Schnee und festigendem Frost. Aber nicht nur um das Seelenheil, auch um des Reiches Stärke steht es am besten, wenn es kalt ist. "Damit Russland nicht verwest, muss man es einfrieren", auf diese Formel hatte vor 120 Jahren der konservative Publizist Konstantin Leontjew das Verhältnis zwischen drohender Verwestlichung und Autokratie gebracht.
peter-wagner

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