Sprachrohr einer Generation: Zum Tod von Ulrich Plenzdorf

Edgar Wibeau hatte "nichts gegen den Kommunismus und das, die Abschaffung der Ausbeutung auf der ganzen Welt." Aber er hatte "etwas gegen alles andere. Dass man Bücher nach der Größe ordnet zum Beispiel". Als Ulrich Plenzdorf diese Sätze schrieb, ließ er seine Haare wachsen, und er schnitt sie, mochten die Moden auch wechseln, danach nicht mehr ab. Er trug echte Jeans, die in der DDR schwer zu bekommen waren, sah ein wenig aus wie ein Hippie "oder so", und viele wollten ihn gern mit der Hauptfigur aus seinem Erfolgsstück "Die neuen Leiden des jungen W." verwechseln, ihn auf die Rolle jugendlichen Rebellen verpflichten.
nina-heinrich

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

  • teilen
  • schließen