Unschuldig starb Richard Epple 1972 durch Polizeikugeln - der Schatten der RAF-Zeit verfolgt seine Familie bis heute

In Tübingen demonstrierten die Studenten damals für eine neue Gesellschaft, für Richard Epple bestand seine Freiheit darin, ein Auto zu besitzen. Herauszufahren aus Breitenholz, einem kleinen Dorf bei Tübingen, weit weg von der nächsten Durchgangsstraße. Richard Epple war damals siebzehn, aber auf den Führerschein zu warten, das dauerte ihm zu lange. Am Abend zuvor hatte er sich einen Ford 12 M gekauft, kein großes Auto, aber eines, bei dem man noch erkennen konnte, dass Ford einmal richtige Straßenkreuzer gebaut hat. Am 1. März 1972 fuhr er herum, hielt nach Mädels Ausschau und lud die, die er kannte, in sein Auto ein. Er sei noch lustiger gewesen als sonst, sagten die Mädchen, die ihn an diesem Tag trafen.
dana-brueller

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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