Warnung vor der Sesamstraße: "Entspricht nicht den Bedürfnissen von Vorschülern"

Manchmal trifft man als Mensch von Mitte 30 auf andere Menschen, die auch so Mitte 30 sind. Da redet man ein bisschen übers Wetter, dann über den vergangenen Urlaub und dann wird's schon schwierig, denn: Mit Mitte 30 ist der eine noch nicht verheiratet, der andere aber schon wieder geschieden, Nummer 3 ist schwul, Nummer 4 hat immer noch den 24-Nadeldrucker, Nummer 5 will für die Linkspartei in den Bundestag und Nummer 6 geht gerne kegeln. Um angesichts dieser Gemengelage ein unverkrampftes Gespräch hinzubekommen, gibt es einen Trick, der sich bereits bei Mitgliedern der Kriegsgeneration bewährt hat: Man redet von früher. Zum Beispiel vom Fernsehen, wie es früher einmal war. Früher war fast alles besser.
dana-brueller

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.

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