Darf man "El Chapo" wie einen Popstar verehren?

Das diskutieren wir heute in der Tagesfrage.
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Illustration: Julia Schubert

Ganz Hollywood dreht gerade wegen dieses Mannes durch: Joaquín Guzmán Loera alias „El Chapo“. Er wurde nach zweifacher Flucht aus dem Gefängnis geschnappt und dafür sollen ausgerechnet zwei Schauspieler mitverantwortlich sein.

In seiner Heimat ist der Mann ein Star, zurzeit dreht halb Hollywood verrückt nach dem Mann mit dem Riesenschnauzer. Und das Hemd, das „Der Kleine“ im Interview mit Sean Penn trägt, wird grade zum Verkaufsschlager.

Die Firma „Barabas“, die sich wohl auf solche, sagen wir mal: geschmacklich fragwürdigen Designs spezialisiert hat, preist das Drogenboss-Hemd als „Most-Wanted-Shirt“ an. Tatsächlich stieg die Nachfrage nach dem 128 Dollar teurem "Fantasy Men's Button Down Shirt".

 

Sogar so sehr, dass die Homepage von „Barabas“ zeitweise wegen Überlastung zusammenbrach.   

 

Und jetzt mal kurz Stopp! Was ist da eigentlich los? Der Typ ist, auch wenn er manchmal so wirkt, keine Filmfigur. Kein ausgedachter Walter White, oder sonst ein Film-Bösewicht. El Chapo ist echt!

 

Er ist real. Genauso wie die vielen Menschenleben, die er auf dem Gewissen hat. Direkt sollen es zwischen 3000 und 4000 Menschen sein. Der mexikanische Drogenkrieg, an dem "El Chapo" als Chef des Sinaloa-Kartells massiv beteiligt ist, forderte bereits über 150000 Todesopfer.

 

Darf man so einen Mann überhaupt wie einen Popstar hypen?

Und woher kommt dieser Drang, das Böse zu verherrlichen?

Findest du das ok oder nicht?

 

Diskutiere mit uns in den Kommentaren ganz unten.

 

Sarah Beha

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