Soll Chris Rock die Oscar-Moderation absagen?

Oder kann ihm die Hautfarbe der Nominierten egal sein? Die Tagesfrage.

Die Protestbewegung gegen die 88. Oscar-Verleihung in fünf Wochen gewinnt immer neue Unterstützer. Zuerst haben der Regisseur Spike Lee und die Schauspielerin Jada Pinkett Smith abgesagt. Jetzt will auch ihr Mann Will Smith der Film-Gala fernbleiben.

Wie seine Frau und Lee will der 47-jährige Schauspieler so dagegen protestieren, dass in den entscheidenden Kategorien im zweiten Jahr in Folge nur weiße Schauspieler nominiert sind. Smith sagte in der Sendung "Good Morning America" beim US-Sender ABC, er und seine Frau fühlten sich "unwohl, dort zu stehen und zu sagen, dass das in Ordnung ist".

Doch damit nicht genug. Inzwischen wächst auch der Druck auf den schwarzen Oscar-Gastgeber Chris Rock. Viele Künstler fordern ihn auf, die Moderation der Preisverleihung abzusagen. 

"Please do not do the Oscars awards", fordert Rapper 50 Cent ihn via Instagram auf. Auch Schauspieler Tyrese Gibson fände es besser, wenn Rock absagen würde. Es gebe keinen Witz, den Rock reißen könne, um das Versäumnis der Academy wettzumachen, auch nur einen einzigen nicht-weißen Schauspieler zu nominieren, sagte er dem People-Magazin.  

Rock selbst hat sich zu den Aufforderungen der prominenten Kollegen noch nicht geäußert. In einem Tweet deutete er lediglich an, was er von der Nominierten-Liste hält: „White BET Awards“ schrieb er vielsagend, was so viel bedeutet wie „garantiert weiße Gewinner“. Außerdem spielt der Tweet auf die BET Awards an - Auszeichnungen, die der US-Fernsehsender Black Entertainment Televison jährlich  an afroamerikanische Künstler vergibt. 

Das Gezerre um die Oscars bringt uns zu unserer heutigen Tagesfrage: Soll der Moderator Chris Rock von seinem Engagement bei der Film-Gala Abstand nehmen? Oder soll er sich von den Kontroversen um die Jury gar nicht beeinfluss lassen? Was glaubst du?

 

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fran

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