Bushido vs. Piratenpartei

Anwälte des Berliner Rappers haben die Piratenpartei abgemahnt. Es geht um illegales Filesharing
dirk-vongehlen
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Illustration: Julia Schubert

Angestrichen: "Sollte man nicht vielleicht mal versuchen, mit Bushido darüber zu reden?" Wo steht das denn? In einer Meldung des Portals Golem.de, das sich auf eine im Netz dokumentierte Sitzung der Piratenpartei bezieht. Diese ist offenbar von einer Anwaltskanzlei, die sich um die Rechte des Berliner Rappers Bushido im Netz kümmert, wegen illegalen Filesharings aus der Bundesgeschäftsstelle der Partei abgemahnt worden. Bereits vor zwei Jahren hatte Bushido gegen einen Rentner geklagt, der einen seiner Songs im Netz verbreitet haben soll. Der Rentner erklärte damals, Bushido überhaupt nicht zu kennen. Der Song sei vermutlich über ein ungesichertes WLAN ins Netz gestellt worden. Bushido siegte in der Gerichtsverhandlung.

Im aktuellen Fall - den die Piraten ihrem Gebot der Transparenz ausführlich im Netz darlegen - geht es vermutlich bezeichnenderweise um einen Song des Albums "Zeiten ändern dich". Erst vor kurzem hatte der unter dem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi geborene Rapper im Rahmen eines Plagiatsfalls vor Gericht gestatten. Er war zu einer Schadensersatzzahlung von 63.000 Euro verurteilt worden, weil er in 16 Fällen Material der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary als sein eigenes ausgegeben hatte. Wie man sich als gewöhnlicher Nutzer verhält, wenn man Post vom Anwalt erhält, kann man im aktuellen Abmahn-Überblick bei iRights.info nachlesen.

Text: dirk-vongehlen - Foto: dpa

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