Campino und Kollegen wollen mehr Klingelton-Werbung

Die Düsseldorfer Altpunks verklagen die Klingelton-Firma Jamba. Der Grund: Zu wenige Handy-Werbung für Songs der Toten Hosen.
dirk-vongehlen

„Gerade mal 4000 Fans sollen das Lied fürs Handy geordert haben. Und dabei hatten die Punkrocker doch gehofft, mit der Single einen Riesen-Hit zu landen.“

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Illustration: Julia Schubert

Die Sehnsucht auf deinem Handy: Hosen-Frontmann Campino auf der Bühne, Foto: AP Wo steht das denn? In einem Bericht der Westdeutschen Zeitung über die Toten Hosen. Die „Punkrocker“ haben nach Angaben der Zeitung eine Klage gegen den Klingelton-Anbieter Jamba vor dem Düsseldorfer Landgericht eingereicht. Der Grund der Klage: Campino und Kollegen sind der Meinung, Jamba mache zu wenig Werbung für Klingeltöne. Und zwar für die Variante des Hosen-Songs „Ich bin die Sehnsucht in dir“. Die Band hatte mit Jamba vereinbart, dass der Hosen-Klingelton in mindestens 150 Werbespots im Fernsehen beworben wird. Angeblich habe Jamba aber lediglich 50 Clips mit „Ich bin die Sehnsucht in dir“ als Klingelton ausstrahlen lassen. Und deshalb – da sind sich die Toten Hosen sicher – wollten auch nur 4000 handybesitzende Hosenfans den Song als Klingelton kaufen.

Der Manager der Düsseldorfer Band tritt nun mit einer unpopulären Forderung an die Öffentlichkeit: Er will mehr Klingelton-Werbung. „Wir fordern,“, so Jochen Hülder, „dass Jamba seinen Vertrag aus dem Jahr 2004 erfüllt.“ Einigen sich die Klingelton- und die Punkrock-Firma nicht, kommt es zu einem Prozeß vor dem Düsseldorfer Landgericht.

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