Cashs Nummer 5

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Wo steht das denn? In einem Interview, das Produzent Rick Rubin dem Rolling Stone gab und in dem er über die letzten Aufnahmen von Johnny Cash sprach, an denen sie noch bis kurz vor Cashs Tod arbeiteten. Und die jetzt, fast drei Jahre nach seinem Tod im Sepember 2003, auf CD erscheinen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Die Songs sind keine Überraschung, sondern eine Weiterführung dessen, womit Produzent und Countrylegende zusammen so erfolgreich wurden und was sie so großartig gemacht haben: die Mischung aus Cashs eigenen Kompositionen und anderen, oft eher „abwegige“ Songs, die berühmten und weniger berühmten Gasmusiker, die sie für einige Aufnahmen einluden und die Aufnahmen des alten Mannes und seiner Gitarre. Die Arbeit an den Aufnahmen zu diesem angeblich letzten Album waren geprägt vom schlechten gesundheitlichen Zustands Johnny Cashs. Seine Frau June war im März 2003 gestorben, Cash war geschwächt und fast blind. Rubin sorgte dafür, dass immer ein Tontechniker und Gitarristen abrufbereit waren, damit Cash aufnehmen konnte, wenn er sich gut genug dafür fühlte. Dass Cash zu dieser Zeit dem Tod schon sehr nahe war, hört man den Aufnahmen an – seiner Stimme vor allem, die nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem tiefen, männlichen Bass der frühen Jahre hat. Aber das bedeutet nicht, dass diese Aufnahmen voyeuristisch, gruselig oder gar makaber sind. Sondern eher eine Erinnerung daran, wie das Leben eben ist – am Ende stirbt man immer. Hier kannst du in drei Lieder der CD American V - A Hundred Highways reinhören. Am 3. Juli erscheint die CD "American V - A Hundred Highways" von Johnny Cash bei Universal.

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