"Im Internet ist man nicht immer ungestört!"

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"Der Schulhof des 21. Jahrhunderts ist im Internet zu finden." Wo steht das denn? Auf dem Notizzettel von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die am Dienstag in Berlin die Kampagne Watch Your Web vorstellte. Nach dem Schulhof-Satz beschrieb die CSU-Politikerin den virtuellen Pausenhof so: "Es gibt jede Menge Tratsch, Flirts und Reibereien - nur dass die ganze Welt dabei zuschauen kann."

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Illustration: Julia Schubert

Webwoman Aigner: Die Bundesverbraucherschutzministerin bei der Vorstellung der Kampagne "Watch your Web" in Berlin. Um für diese Öffentlichkeit ein Bewusstsein unter - vor allem jugendlichen - Internetnutzern zu schaffen, hat die Bundesregierung eine Website ins Netz gestellt, einen Twitter-Account eröffnet, Video-Clips drehen und die Figuren Webman und Data Devil erfinden lassen, die alle auf das Problem Datenmissbrauch im Netz hinweisen sollen. Zentrales Ziel der Kampagne, die am Dienstag gestartet wurde, deren Website am Vormittag aber noch offline war, sind vier Punkte: 1. Das Internet vergisst nichts! 2. Was einmal im Internet steht, kann sich schnell verbreiten! 3. Virtuelles ist real! 4. Im Internet ist man nicht immer ungestört! Diese Informationen sollen junge Netznutzer über Filme wie diesen hier lernen: Das ist alles gut gemeint, führt durch die Beschränkung auf die Zielgruppe "Jugendliche" in der Berichterstattung aber zu Merkwürdigkeiten wie diesem Text einer tagesschau-Praktikantin, die zum Start der Kampagne schreibt: "Jugendliche unterschätzen, wie leicht sie sich und andere durch unüberlegtes Verhalten in Online-Communities schädigen können. Sie stellen einfach Fotos und persönliche Daten ins Internet, ohne über die Risiken und Gefahren nachzudenken. Doch ein Nacktfoto kann mit 30 dann schon sehr peinlich sein." Mehr zum Thema auf jetzt.de: Fünf Ratschläge zur Identität im Netz

Text: christian-berg - Foto: ddp

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