Volljährig mit 18? Helmut Schmidt hält nichts davon

Angestrichen: Natürlich gibt es junge Menschen, die mit 18 ganz genau wissen, was sie tun und warum sie es tun. Aber generell hätte ich die Volljährigkeit nicht von 21 aufs 18. Lebensjahr heruntergesetzt, auch das Wahlalter nicht. Jemanden für volljährig zu erklären, der noch in der Berufsschule oder in der Unterprima auf der Schulbank sitzt, halte ich nicht für sonderlich sinnvoll.
stefan-winter

Wo steht das denn? In einem Raucherdialog, den der Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt einmal in der Woche mit dem Chefredakteur der Zeit im Magazin der Wochenzeitung führt. "Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt" heißt dieses Gespräch und in dieser Woche geht es ums Erwachsensein.

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Illustration: Julia Schubert

Rauchender Ex-Kanzler: Helmut Schmidt mit Zigarette auf dem SPD-Parteitag Ende Oktober in Hamburg, Foto: dpa Dabei erklärt der 88-jährige Schmidt in obigem Satz, dass er das Wahlalter und die Volljährigkeit nicht von 21 auf 18 Jahre gesenkt hätte. Er gesteht aber auch ein, dass dies wohl nicht zu ändern sei. Nicht erst als in einer Jungsfrage genau über dieses Thema diskutiert wurde, frage ich mich: Hat Helmut Schmidt recht? Ist man mit 18 nicht in der Tat noch zu jung zum Wählen?

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