Delphine verbringen sage und schreibe mehr als zwei Drittel ihrer Lebenszeit mit der vollzogenen oder angedeuteten Paarung. Einer wissenschaftlichen Arbeit der Universität Würzburg zufolge sind unter Delphinen heterosexuelle und auch homosexuelle Kopulationen üblich. Den Wasserlebewesen ist es praktisch egal, ob sie den Geschlechtsakt mit einem Männchen, einem Weibchen, einem Jungen, einem Alten oder einem Exemplar einer ganz anderen Delphinrasse vollziehen. Manchmal kooperieren männliche Delfine allein zu dem eindeutigen Zwecke miteinander, ein Weibchen gefügig zu machen. Ist gerade kein Artgenosse zu finden, werden auch andere Fische, leblose Gegenstände oder auch Menschen „benutzt“ - für Delphine ist Selbstbefriedigung das Normalste der Welt.

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Zum Geschlecht der Delphine: Das Weibchen weist einen durchgehenden Schlitz und das Männchen zwei getrennte Schlitze auf am Unterleib auf. Im vorderen Schlitz des Männchen befindet sich sein Glied, das auch als Tastorgan seine Verwendung findet. Beim Liebesspiel selbst ist keine Eile angesagt. Meist beginnen Delphine die Paarung mit einem ausgedehnten Vorspiel, welches sich durch engen Hautkontakt auszeichnet. Beim Akt selbst kuscheln sich die Delphine Bauch an Bauch. Damit ihnen bei dem vielen Sex nicht langweilig wird, wechseln sie gern die Stellung. Da die Weibchen meist nur ein Junges gebären, ist die ganze Paarungsmüh’ zwar effektiv, aber keinesfalls effizient. Wahrscheinlich kommt es aber den Delphinen bei der ganzen Sache wohl doch auf etwas ganz anderes an. Foto: ap