Das Auge verhütet mit

Teile diesen Beitrag mit Anderen:

Mein nackter Mitbewohner

Default Bild

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Menschen tun ja viel, um eine gute und günstige Wohnung zu finden: sich in extrem lange Besichtigungsschlangen stellen, zwei volle Monatsgehälter an Makler zahlen, kreative Videos drehen, so was. In Washington gab es kürzlich die Möglichkeit, für einen Dollar im Monat zu wohnen. Die Bedingung: Der Mieter muss die ganze Zeit über nackt sein. Dieses Angebot hat ein Mann auf Mitbewohnersuche bei Craigslist veröffentlicht. Er möchte sein Penthouse in Chinatown gerne mit einem unter-26-Jährigen teilen, der sehr attraktiv und am besten hetero- oder bisexuell sein soll, ganz toll wäre es, wenn er eine Freundin hätte. Ein schwuler Mann wäre aber auch okay. Der Mitbewohner muss bereit sein, sich angucken zu lassen, hin und wieder soll auch anfassen drin sein, wie viel und wie oft ist verhandelbar. Unschlagbares Angebot. Anscheinend gab es auch schon extrem viele Zuschriften – wieso sonst sollte das Gesuch mittlerweile wieder gelöscht worden sein?

Das Vaginastadion 

Default Bild

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Wenn irgendwas aus Versehen aussieht wie ein Geschlechtsteil, freuen sich alle. In den letzten Wochen ist das Entzücken groß, seit Katar mit Blick auf die Fußball-WM 2022 einen ersten Entwurf für ein neues Stadion veröffentlicht hat – denn dieser Entwurf hat große Ähnlichkeit mit einer Vagina. Für den Guardian hat jetzt eine Autorin darüber geschrieben, wie schön sie das findet, wo doch moderne Gebäude sonst eher aussehen wie Penisse. Sie vergleicht das Stadion mit einem Hochhaus in Chicago, das dort meist „Vagina Building“ genannt wird, weil es so einen großen Schlitz in der Front hat. Die Legende besagt, dass es von einer Architektin entworfen wurde, die genug von Phallus-Gebäuden hatte. Ist aber wirklich nur eine Legende und die Ähnlichkeit, die auch nur sehr entfernt ist, reiner Zufall. Genauso ist es beim Stadion in Katar. Passiert halt, natürliche Formen sind überall. Ted Mosbys Chef in „How I Met Your Mother“ hat ja schließlich auch nicht gemerkt, dass sein Gebäude-Entwurf erstaunliche Ähnlichkeit mit einem Penis hat.

Das natürlichste Musikvideo seit es Musikvideos gibt

Das Video zur neuen Kanye West-Single „Bound 2“ ist laut Jezebel „eine Mischung aus einem Pferde-Äquivalent des kultigen Drei-Wölfe-T-Shirts und dem Yosemite-Hintergrund aus der MacBook PhotoBooth-App“. Mehr muss man dazu fast nicht sagen. Außer vielleicht das: Warum? Und wieso ist Kim Kardashian nackt (und sitzt auf dem Motorrad wie Miley Cyrus auf der Abrissbirne – gehört das jetzt so)? Kanye und Kim scheinen jedenfalls auf dem direkten Weg in einen extrem schlechten Soft-Porno zu sein. Gute Fahrt!

+++Update+++ Mittlerweile gibt es auch eine Parodie auf das Video: James Franco als wilder Motorradheld und Seth Rogen als seine nackte, räkelnde Liebschaft. 

Kurzer Arbeitsmarktexkurs

Hier ein Bild, das kürzlich auf Facebook herumgereicht wurde und über dem "Frauen in Führungspositionen" stehen könnte. Tipp: Vergrößern und dann schön langsam von oben nach unten scrollen.

Achtung, Lesbe!

Default Bild

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Autostraddle, ein online-Magazin für Lesben und bisexuelle Frauen, hat vergangene Woche eine Liste mit neun Taschenbüchern aus den 50er und 60er Jahren veröffentlicht, die sich mit weiblicher Homosexualität beschäftigen. Allesamt wurden von angeblichen "Ärzten" geschrieben und immer geht es darum, was an Lesben schlimm und unnatürlich ist und was man gegen Homosexualität tun kann und muss. Jetzt hat Autostraddle aus einem der Bücher namens "A New Look at the Lesbian" eine Liste mit "16 Hard Core Facts About Lesbians" herausgeschrieben, die ganz arg absurd ist. Hier die Highlights: Lesben praktizieren Vampirismus; Eltern sollten sich Sorgen machen, wenn ihre Töchter lieber Fußball spielen als zum Tanzunterricht zu gehen; viele Lesben leiden an einer "chronischen Hautkrankheit"; "Lesbianismus" ist ein Kult, der weiterhin besteht und beinahe jeden von uns auf die eine oder andere Weise beeinflusst ("Hitlers tausendjähriges Reich hatte erheblich geringere Auswirkungen").

Achtung, Streit!

Unter einem Video der allseits beliebten Boyband "One Direction" kam es zu einem Streit zwischen den Usern "Sophie Danze" und "Jilianlovesthebiebs" über die Frage, ob Band-Mitglied Harry Styles schwul sei oder nicht. Erstmal nicht so spannend – aber dann sind lustige Menschen auf die Idee gekommen, dieses krude Streitgespräch zwei alten, feinen Herren in den Mund zu legen und sie es in einer düsteren altes-britisches-Schloss-und-draußen-grollt-der-Donner-Atmosphäre führen zu lassen. Und schon ist es interessant.

Prosit Langzeitstudie!

Neun Jahre lang haben Wissenschaftler 634 Paare nach ihrer Hochzeit begleitet und ihr Trinkverhalten analysiert. Das Ergebnis dieser Studie: Wenn beide Partner "starke Trinker" sind, liegt die Scheidungsrate bei 30 Prozent (ungefähr so hoch wie bei Paaren, in denen beide Partner gar nicht trinken), wenn nur einer von ihnen trinkt, liegt sie bei 50 Prozent. Finden wir jetzt nicht gerade erstaunlich. Allerdings fehlt in der Zusammenfassung der Studie eine Definition für "starker Trinker".

 

Das Auge verhütet mit

Default Bild

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Kondome sind oft das Wichtigste, aber nicht gerade das Schönste am Sex. Könnte (neben Gefühlsdingen) auch daran liegen, dass das Produktdesign oft nicht so dolle ist. Entweder pragmatisch wie bei Durex oder geschmacklich verirrt wie bei Billy Boy. Da gibt es jetzt Abhilfe: "Peacoque", Kondome in schöner Verpackung. Der Name ist ein Wortspiel aus "Peacock", also "Pfau", und "coque", dem französischen Wort für "Hölle" oder "Gehäuse" (wobei die Nähe zum Englischen "cock" gewollt sein dürfte). Das Ganze sieht aus wie ein bunter Fächer, in verschiedenen Farben und Größen. Produktdesignliebhaber legen sich diese Päckchen sicher gerne offen auf den Nachtschrank. Egal, ob sie Sex haben oder nicht.

  • teilen
  • schließen