Die Topsexliste im Weihnachtsgewand

Auch im Topsexlisten-Headquarter sind unsere harten Herzen weihnachtlich gestimmt. In diesem Sinne wollen wir diese Ausgabe der Topsexliste der Weihnachtszeit widmen.
penni-dreyer
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Illustration: Julia Schubert

Billy + Jessica = L.O.V.E. Wollen wir eigentlich. Aber wenn uns dann von den Klatschspalten dieser Welt gleich eine dermaßen wüste Meldung vor den Latz geknallt wird, dann können wir auch nicht viel mehr machen, als den Kopf zu schütteln und uns die letzten Indie-Restsympathien für den Glatzkopf Billy Corgan aus dem Herzen fegen. Der nämlich, sagt das wohl informierte Klatsch-Blatt People, ist seit kurzem mit der Pop-Hohlbirne Jessica Simpson liiert, die besonders für ihre beiden großen, ähm, Talente (Singen und Schauspielern natürlich!) bekannt ist und die in ihrer TV-Show „Newlyweds“ ihre umfassende Ignoranz der ganzen Welt präsentierte. Billy Corgan dagegen war mal der Sänger der „Smashing Pumpkins“, bis er die ganze Band rausschmiss, um seinen Kontrollwahn besser ausleben zu können. Momentan macht der Mann – jetzt wiedergeboren als Christ – in „Religion“ und führt uns auf seiner Website Everything From Here To There in seine ganz eigene Religionsmixtur ein, bestehend aus einem Teil Katholizismus, zwei Teilen Buddhismus und einer steifen Brise New Age-Unsinn. Möglicherweise passen die beiden doch besser zusammen, als man zunächst dachte…

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Illustration: Julia Schubert

Die traurige Schönheit der Tiger-SMS Und weiter geht’s im schönen Celebrity-Sex-Geschäft. Die Topsexliste wurde in den vergangenen Tagen häufig gefragt: „Topsexliste, was hältst du von dem Tiger Woods-Skandal?“ Und natürlich herrscht hier im TSL-Hauptquartier seit Bekanntwerden der 14. Tiger Woods-Geliebten große Aufregung, ob sich nicht noch eine klitzekleine Geliebte finden könnte, um unseren Zahlenkoller mit einer runden 15 zu befriedigen. Abgesehen von der Zahlenmagie tun uns alle Beteiligten natürlich nur sehr leid – abgesehen von Herrn Woods, der sich angeblich bei mindestens zwei Geliebten geweigert haben soll, Kondome zu verwenden – und wir wünschen der Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest. Schön wäre aber schon zu erfahren, wie es die hinter jeder Hecke hervorspringenden Woods-Betthäschen es so lange ausgehalten haben, die Klappe zu halten. Wo sie jetzt in jedes Mikrofon die intimsten Bettgeschichten krähen. Ach so. Die SMS-Konversation von Woods und einer seiner Geliebten, die macht uns irgendwie ganz traurig… Können wir nun aber bitte ENDLICH in Weihnachtsstimmung geraten? Bitte?

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Illustration: Julia Schubert

Danke! Und wir beginnen gleich mit einer top-sexy Liste von Geschenk-Ideen für die ganze Familie. Hilfe, was soll ich meinem Freund schenken? Wenn du ihn wirklich liebst, dann schenkst du ihm das krasseste Masturbationsgerät seit Erfindung der Masturbation. Es heißt „Tenga Flip Hole“ und soll die männliche Masturbation angeblich revolutionieren. Und dazu – wie das dazugehörige Video nicht müde wird zu betonen – ist es ganz einfach wieder sauber zu kriegen.

Und was kriegt das Neugeborene? Damit Babys endlich nicht mehr wie Greise, sondern wie attraktive Menschen aussehen und dementsprechend vorzeigbar werden, bekommen von uns dieses Jahr alle eine Baby-Lacefront-Wig. Sieht dieses Baby nicht ausnehmend attraktiv und zufrieden aus? Na? Eben.

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Illustration: Julia Schubert

Und Mutter? Mutter bekommt in diesem Jahr einen Flirt-Knigge aus dem Jahr 1938. Denn auch in den Nullerjahren gilt immer noch: Knie zusammenpressen und immer schön interessiert zuhören. Anderenfalls könnte der Traummann schnell abziehen.

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Illustration: Julia Schubert

Und wie packe ich die Geschenke passend ein? Ha! Eine sehr gute Frage, auf die wir zufälligerweise bestens vorbereitet sind. Denn seit dieser Saison gibt es Schweinisches auch zum Einpacken. Dieses Verpackungspapier tut nämlich außen nur so unschuldig. Innen drinnen ist es bis dorthinaus mit schweinischen Bildern tapeziert. Ha! Witzig. Nicht.

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Illustration: Julia Schubert

Aber worüber mit den Verwandten reden? Jeder kennt das: Am zweiten Weihnachtsfeiertag würde man dem Onkel gerne die Hammelbeine lang ziehen und mit den Eltern ist man sowieso längst verstritten. Und warum? Weil allen mal wieder die Themen ausgegangen sind und deshalb die unangenehmen angegangen wurden. Aber nicht mit dieser Statistik. Wer diese zur Hand hat, dem werden so schnell die Gesprächsthemen zur Weihnachtsgans nicht ausgehen. Die sagt uns nämlich folgendes: Angeblich besteht zwischen dem Beruf und der Dauer einer Beziehung ein Zusammenhang. Klar, wer viel und lange und stressig arbeitet, dessen Privatleben leidet. Aber auch Tänzer, Barkeeper und Masseure haben eine überdurchschnittlich hohe Scheidungsrate. Auch Menschen in Pflegeberufen haben riskante Jobs, was die Ehe-Haltbarkeit angeht. Zahnärzte, Apotheker und Bauern dagegen scheinen sehr treue Menschen zu sein. Viel Spaß beim Abgleich in der näheren Verwandtschaft…

Text: penni-dreyer - Bilder: AP, privat

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