Facebook-Beziehungen und Mett-Orgien

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Es hat sich ausgeweihnachtet! Nach Wochen der Vorweihnachtsfreude, in denen die Topsexliste prall gefüllt war mit Geschenketipps und Weihnachtsbäckerei-Erotik, ist jetzt Schluss mit Christbaum-Content. Na gut, das hatten wir uns zumindest vorgenommen. Aber wir wollten euch auch nicht mit dem italienischen Silvesterbrauch der roten Unterwäsche langweilen - und kommen deshalb doch noch mal mit Zimtsternen um die Ecke:

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Illustration: Julia Schubert

Der mittelständische Keksproduzent Lambertz macht einen auf Pirelli und präsentiert nun einen 2012er Kalender mit zwölf Motiven schöner, oft leicht- bis unbekleideter Frauen, fotografisch mit leckeren Plätzchen vereint. Außerdem gibt die spanische Schauspielerin Paz Vega die Carmen. Wer zuerst alle Kekse und Plätzchendosen auf den Bildern gefunden hat, darf sich seiner Adleraugen rühmen, bekommt aber trotzdem keinen Kalender. Der ist auf 1000 Exemplare limitiert, die an Kunden und Freunde des Hauses verschenkt werden. Mit noch immer Lebkuchen-schweren Bäuchen von den Festtagen fragen wir uns allerdings: Sellt Sex wirklich alles? Sogar familiär-gemütliches Gebäck?

Sicher weiß ein schlauer Marktforscher die Antwort, aber damit ist leider die Kalenderfrage für den Pöbel noch nicht gelöst, der weder von Reifenherstellern noch von Plätzchenproduzenten bedacht wird. Liebe Paare, wie wäre es zum Beispiel mit diesem Jahresplaner, das der Online-Kramladen Amazon im Angebot hat? Seine Welt ist die E-Gitarre – ihre der Staubsauger? Naja, immerhin sieht das Gerät gut aus. Außerdem ist der Kalender inzwischen reduziert und erinnert praktischerweise farbig an Valentinstag und Heilig Abend, so dass man nie wieder einen Geschenkeanlass vergessen dürfte.

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Illustration: Julia Schubert

Wenn es einem gelingen sollte, diese Termine nicht mehr zu verbaseln, steht dem trauten Eheglück nichts mehr im Wege. Außer jemand entscheidet sich während der Vermählungszeremonie dagegen, für immer zu schweigen und tut seine Bedenken an der entstehenden Verbindung kund. Wie in diesem Fall:

Auch wenn man sich von solch alarmistischen Bedenkenträgern nicht entmutigen lässt, darf man eins nicht vergessen: So ein Ehering ist relativ kostspielig. Wäre schade, wenn man ihn nach einer Trennung nicht mehr tragen könnte. Bei aller gebotener Romantik, liebe Leser, dieses Risiko besteht. Die Lösung in Zeiten hoher Scheidungsraten hat Monserat de Lucca im Angebot: Der Married/Single-Wendering!

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Illustration: Julia Schubert

Erinnert ein bisschen an die Mood-Ringe, die angeblich je nach Gemütslage die Farbe wechseln konnten und das Gegenüber so erkennen ließen, woran er denn emotional bei einem ist, also ob topzufrieden, tieftraurig oder in Flirtlaune. Sehr praktisch bei rasanten pubertären Gefühlsschwankungen – und in der Verheiratet/Single-Variante ebenso nützlich bei Menschen in On-Off-Beziehungen, die ihren Partner, ihre Umwelt und nicht zuletzt sich selbst über den aktuellen Stand des Liebesverhältnisses informieren wollen. Von den mannigfaltigen Optionen der sozialen Netzwerke in Sachen Beziehungsstatus verwöhnt, vermissen wir allerdings die "Es ist kompliziert"-Einstellung bei diesem Schmuckstück.

Überhaupt, der Beziehungsstatus: Feine Sache, wenn Hunderte Facebook-Freunde grün vor Neid werden, wenn sie sehen, was für ein vorzeigbares Exemplar du dir geangelt hast, wenn sie dem "In einer Beziehung mit"-Link auf deinem Profil folgen, nicht wahr? Solltest du nicht mit einem attraktiven Wesen verpartnert sein, bedeutet das aber natürlich nicht, dass deine Reputation in den sozialen Netzwerken leiden müsste. Die Lösung: Ersteigere dir doch einfach eine virtuelle Paarbeziehung! Für die Kredibilität eures Verhältnisses sorgen sodann Status-Likes und Kommentare auf deiner Pinnwand. Diese Auktion (Artikelzustand: Gebraucht) ist leider schon vor einigen Tagen abgelaufen:

Was lernen wir daraus? Der aktuelle Marktpreis für zwei Monate Facebook-Beziehung liegt bei circa 129 Euro, zumindest als tageslichttaugliche junge Dame von 21 Jahren. Gar nicht schlecht. Könnte man auch mal als kleine Nebenverdienstmöglichkeit erwägen, wenn man keine getragene Unterwäsche und Schuhe mehr an Fetischisten versteigern mag.

Apropos, hast du eigentlich auch einen kleinen, sorgfältig gepflegten Fetisch? Hat der was mit Mett zu tun? Und geht es deinem Sexualpartner ähnlich? Dann hätten wir möglicherweise etwas für euch – zumindest wenn ihr euch beim Geschlechtsakt nicht an den Attributen "unachtsam" und "kettenrauchend" stört:

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Illustration: Julia Schubert

Mett für alle! Mehr Wünsche für 2012 hat auch die Topsexliste nicht und wünscht einen sexy Start ins neue Jahr!

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